Schimmel in der Mietwohnung ist mehr als nur ein optisches Ärgernis – er gefährdet die Gesundheit, frisst Energie und kann die Bausubstanz langfristig schädigen. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt und die Heizperiode beginnt, breitet sich Schimmel häufig schneller aus. Doch wer trägt die Verantwortung, wenn Schimmel in der Mietwohnung auftritt? Die Antwort ist klar: Vermieter und Mieter müssen gemeinsam gegen Feuchtigkeit und Schimmelbildung vorgehen. Nur durch Zusammenarbeit lassen sich die Ursachen dauerhaft bekämpfen und zukünftige Schäden vermeiden.
Ursachen von Schimmel in der Mietwohnung
Da die Ursachen oft vielfältig sind, ist es entscheidend, dass Vermieter und Mieter offen kommunizieren und die Situation gemeinsam analysieren. Nur so kann verhindert werden, dass Feuchtigkeit zu einem dauerhaften Problem wird. Schimmel entsteht meist durch ein Zusammenspiel aus baulichen Mängeln und ungünstigem Wohnverhalten. Typische Ursachen sind etwa:
Hohe Luftfeuchtigkeit:
Sie entsteht beim Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen – besonders, wenn kein ausreichender Luftaustausch stattfindet.
Unzureichendes Lüften:
Bleibt feuchte Luft in der Wohnung, steigt das Risiko für Schimmelbildung deutlich.
Bauliche Mängel:
Undichte Fenster, schlecht isolierte Außenwände oder Wärmebrücken begünstigen die Entstehung von Schimmel ebenfalls. Mehr zu den Wärmebrücken finden Sie in unserem Blogbeitrag Wärmebrücke oder Kältebrücke.
Die Rolle des Vermieters
Ein proaktiver Vermieter zeigt Verantwortung – und stärkt zugleich das Vertrauen seiner Mieter. Vermieter tragen die Verantwortung für den baulichen Zustand der Immobilie. Um Schimmel vorzubeugen oder ihn dauerhaft zu beseitigen, sollten sie aktiv handeln und folgende Maßnahmen beachten:
Regelmäßige Kontrolle:
Überprüfen Sie Ihre Gebäude regelmäßig auf Feuchtigkeit, undichte Stellen oder Wärmebrücken. So erkennen Sie Schwachpunkte frühzeitig und können rechtzeitig Schimmel vorbeugen.
Information der Mieter:
Geben Sie praktische Hinweise zum richtigen Lüften und Heizen – etwa durch Infoblätter, digitale Ratgeber oder Aushänge im Hausflur. Lesen Sie mehr dazu auch in unserem Blogbeitrag Richtiges Lüften und Heizen in Mietwohnungen.
Schnelle Reaktion:
Wenn Mieter Feuchtigkeit oder Schimmelbildung melden, sollten Sie zügig reagieren und einen Fachmann hinzuziehen. Nur so lässt sich die Ursache zuverlässig klären.
Energetische Sanierung:
Dämmmaßnahmen, neue Fenster oder ein modernes Lüftungssystem können langfristig helfen, Schimmelbildung zu verhindern und Energiekosten zu senken.
Die Rolle des Mieters
Auch Mieter haben Einfluss darauf, ob Schimmel entsteht. Durch bewusstes Lüften und Heizen können Sie aktiv dazu beitragen, dass sich Feuchtigkeit gar nicht erst an den Wänden oder Möbeln absetzt. Wenn Sie als Mieter trotz aller Vorsicht etwaigen Befall entdecken, handeln Sie sofort – und informieren Sie Ihren Vermieter. Nur gemeinsam lässt sich effektiv dagegen vorgehen. Wichtig sind in Bezug auf Prävention vor allem folgende Punkte:
Richtig lüften:
Öffnen Sie mehrmals täglich für 5–10 Minuten die Fenster vollständig, um feuchte Luft entweichen zu lassen. Wie genau richtiges Lüften im Detail funktioniert und was es sonst noch zu berücksichtigen gibt, finden Sie in unserem Blogbeitrag Richtiges Lüften und Heizen in Mietwohnungen.
Konstant heizen:
Eine gleichmäßige Raumtemperatur verhindert Kondensation an kalten Flächen.
Wäsche richtig trocknen:
Wenn Sie in der Wohnung trocknen müssen, nutzen Sie dafür einen gut belüfteten Raum.
Möbel mit Abstand platzieren:
Große Möbelstücke sollten nicht direkt an Außenwänden stehen, damit die Luft besser zirkulieren kann.
Zusammenarbeit ist der Schlüssel – nicht nur gegen Schimmel
Damit Schimmel nachhaltig bekämpft werden kann, müssen Vermieter und Mieter an einem Strang ziehen. Nur wenn beide Seiten Verantwortung übernehmen, können Feuchtigkeit und Schimmel langfristig vermieden werden. Hilfreich sind dabei:
Offene Kommunikation:
Mieter sollten den Vermieter frühzeitig über Feuchtigkeitsprobleme informieren, während Vermieter solche Hinweise ernst nehmen und zügig prüfen sollten. Lesen Sie gerne mehr dazu in unserem Blogbeitrag Mietminderung bei Schimmel.
Gemeinsame Ursachenforschung:
Anstatt Schuldzuweisungen zu machen, sollten beide Parteien gemeinsam die Ursache für den Schimmel finden. Ein Fachbetrieb kann helfen, bauliche oder wohnverhaltensbedingte Faktoren zu unterscheiden.
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Präventive Maßnahmen gegen Schimmel:
Lüftungssysteme, bessere Dämmung oder Sensorlösungen wie ein Feuchtigkeits- oder Klimawächter helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und gegen Schimmel vorzubeugen.
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Dokumentation:
Es empfiehlt sich, Absprachen und Maßnahmen schriftlich festzuhalten – so bleiben beide Seiten auf der sicheren Seite.
Fazit:
Schimmel in der Mietwohnung lässt sich nur dann dauerhaft vermeiden, wenn Vermieter und Mieter gemeinsam gegen Schimmel arbeiten. Während Vermieter für den baulichen Zustand und notwendige Sanierungen zuständig sind, können Mieter durch richtiges Heizen und Lüften entscheidend zur Prävention beitragen.
Offene Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und vorbeugende Maßnahmen bilden die Grundlage für ein gesundes Wohnklima – und sorgen dafür, dass jede Wohnung langfristig frei von Schimmel bleibt.
Tipp:
Für Informationen zu professioneller Schimmelprävention, Raumluftanalyse und nachhaltigen Sanierungssystemen findest du auf unserer Homepage weiterführende Hinweise und praxisgerechte Produkte.
Benötigst Du darüber hinaus weitere Informationen oder magst mehr über die Anwendung erfahren, dann kontaktiere uns gerne: ???? 0212 – 250 88 00, ✉️ info@smart-klima.de oder mittels unseres Kontaktformulars.
Dies war ein Beitrag zu Gegen Schimmel: Vermieter und Mieter müssen zusammenarbeiten!
Erstellungsdatum: 28. Oktober 2025
Autor: Team Schimmelprotektor
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