Einleitung
Wenn Malermeister Schimmel entdecken, geht es nicht nur um Optik – es geht um Verantwortung. Denn wer Schimmel falsch einschätzt, riskiert, dass die Ursache bestehen bleibt und die Gesundheit der Bewohner gefährdet wird. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Schimmelarten und deren Ursachen sicher identifizierst, fachlich korrekt bewertest und welche ersten Schritte du einleiten solltest.
Schimmel ist nicht gleich Schimmel
Über 200.000 bekannte Schimmelpilzarten sind weltweit dokumentiert – doch nur ein kleiner Teil davon tritt in Innenräumen auf. Einige der Schimmelarten sind harmlos, andere dagegen gesundheitsgefährdend. Im Maleralltag begegnen dir meist drei typische Erscheinungsbilder:
Schwarzer Schimmel (Aspergillus niger, Stachybotrys chartarum)
Häufigster Vertreter in Wohnungen, oft an Außenwänden und hinter Möbeln. Gilt als stark allergen und gesundheitsschädlich.
Weißer Schimmel (Cladosporium, Penicillium)
Oft feinkörnig, anfangs unscheinbar. Er breitet sich auf feuchten Oberflächen oder in kühlen Ecken aus und wird leicht übersehen.
Grüner Schimmel (Penicillium-Arten)
Teilweise aus der Lebensmittelindustrie bekannt („guter Schimmel“ wie beim Käse), an der Wand aber dennoch unerwünscht und potenziell reizend.
Der entscheidende Punkt: die Farbe allein reicht nie zur Bewertung. Erst die Begleitumstände – Feuchtigkeit, Geruch, Oberflächenstruktur – und ggf. eine Laboranalyse geben Aufschluss über die Art und Gefährdung.
Ursachen sicher erkennen: Woher kommt die Feuchtigkeit?
Als Malermeister bist du häufig der Erste, der Schimmel entdeckt. Deshalb gilt: vor jeder Beschichtung steht die Ursachenanalyse.
Ein einfaches Feuchtemessgerät oder ein Datenlogger wie der KLIMAGRIFF® Schimmelwächter kann hier wertvolle Hinweise liefern – etwa zu Temperatur, relativer Luftfeuchte oder Lüftungsverhalten. Schimmel braucht Feuchtigkeit – das ist immer der Auslöser. Doch die Ursache zu identifizieren, ist deine wichtigste Aufgabe als Profi. Typische Gründe für Feuchtigkeit sind:
Kondensationsfeuchte:
… entsteht durch unzureichendes Lüften oder ungleichmäßiges Heizen – besonders an kalten Wandbereichen und Fensterlaibungen.
Bau- oder Nutzungsfeuchte:
… z. B. durch neu verputzte Wände, Malerarbeiten oder Trocknungsphasen. Welche Arten der Luftentfeuchtung es gibt, erfährst Du in unserem Blogbeitrag Effektive Luftentfeuchtung für gesunde Räume.
Wärmebrücken:
… kalte Bauteile, an denen sich warme Raumluft niederschlägt – besonders anfällig für Feuchtigkeitsansammlungen und Schimmelbildung. Mehr dazu erfährst Du in unserem Blogbeitrag Wärmebrücke oder Kältebrücke.
Undichtigkeiten:
… Rohrleckagen, defekte Dächer oder Fensteranschlüsse.
Schimmel bewerten: Oberflächlich oder tiefsitzend?
Ein sichtbarer Fleck bedeutet nicht automatisch großflächigen Befall. Prüfe daher immer:
Größe und Intensität:
Kleiner Oberflächenbefall (unter 0,5 m²) kann oft mit geeigneten Mitteln behandelt werden.
Material:
Putz, Gipskarton und Tapeten sind anfällig, während Beton oder Fliesen weniger Feuchte speichern.
Geruch und Struktur:
Muffiger Geruch, dunkle Schatten oder abblätternde Farbe deuten auf tiefergehende Durchfeuchtung hin.
Je nach Befund entscheidest du, ob eine eigene Behandlung sinnvoll ist – oder ob du eine Fachfirma zur Sanierung hinzuziehen solltest. Gerade bei wiederkehrendem Schimmel oder sichtbarer Durchfeuchtung ist eine genaue Ursachenprüfung durch Fachleute ratsam.
Erste Schritte: So handelst du richtig
Wenn du Schimmel entdeckst, geh strukturiert vor:
– Ursache prüfen (Feuchtigkeit, Wärmebrücke, Nutzung)
– Befall bewerten (Fläche, Tiefe, Material)
– Richtige Maßnahme wählen
Zur Schimmelentfernung gibt es viele Wege – Alkohol, Essig oder Chlor zählen zu den Klassikern. Doch bitte bedenke:
– Alkohol ist leicht entflammbar
– Essig kann auf Kalkputz Oberflächen angreifen
– Chlor wirkt zwar stark, ist aber gesundheitlich bedenklich
Schonender und zugleich hochwirksam sind Präparate wie z. B. ANOSAN SP – ein pH-neutrales, hautschonendes Mittel, das Schimmel bereits nach 60 Sekunden Einwirkzeit zuverlässig deaktiviert, ohne Rückstände zu hinterlassen. Dieses Biozid eignet sich ideal zur professionellen Vorbehandlung, bevor neue Anstriche aufgetragen werden. Da ANOSAN SP weder bleichend noch ätzend ist, sollte zusätzlich ein Lappen genutzt werden, um den bearbeiteten Schimmelfleck auch optisch zu entfernen.
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Prävention: So schützt du dich und deine Kunden
Nach der Beseitigung beginnt die wichtigste Phase – die Vorbeugung. Empfiehl deinen Kunden einfache, aber wirksame Maßnahmen:
I. Regelmäßig lüften (Stoßlüften statt Kippstellung):
Ein Lüftungshelfer wie der KLIMAGRIFF® am Fenster ist wie der „Ooono“ im Straßenverkehr – ein zuverlässiges Frühwarnsystem, in diesem Fall natürlich nicht gegen Blitzer, sondern gegen Feuchtigkeit und Schimmel. Dieser Datenlogger misst Feuchtigkeit, Temperatur und Fensterflügelstand, analysiert die Daten und gibt Handlungsanweisungen zum Lüften und Heizen. Wie genau der KLIMAGRIFF® dich und deine Kunden unterstützen kann, erfährst du in unserem Blogbeitrag Klimagriff Schimmelwächter.
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II. Gleichmäßig heizen, besonders in kühleren Räumen
Was wir unter gleichmäßigem, vor allem aber richtigem Lüften und Heizen verstehen, kannst du in unserem Blogbeitrag Richtiges Lüften und Heizen in Mietwohnungen nachlesen.
III. Möbel mit Abstand zur Außenwand aufstellen (mind. 5 cm)
IV. Oberflächen präventiv behandeln
Wir empfehlen den Anstrich mit einer feuchtigkeitsregulierenden und allergikerfreundlichen Antischimmelfarbe, wie SMART-COLORS IB. Sie sorgt für dauerhaft trockene, atmungsaktive und schimmelfreie Wände. Wie das genau funktioniert, kannst Du in unserem Blogbeitrag
Mit diesen Empfehlungen positionierst du dich nicht nur als Malermeister, sondern als Fachberater für gesundes Raumklima – und stärkst langfristig die Kundenbindung.
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Fazit:
Schimmel zu erkennen und richtig zu bewerten, gehört längst zum Berufsalltag im Malerhandwerk. Wer Ursachen sicher einordnet, Maßnahmen fachgerecht umsetzt und auf schonende, effektive Mittel setzt, schützt nicht nur die Bausubstanz – sondern auch die Gesundheit seiner Kunden.
So wirst du vom Handwerker zum Raumklima-Profi – mit Wissen, Erfahrung und den richtigen Werkzeugen.
Tipp:
Für Informationen zu professioneller Schimmelprävention, Raumluftanalyse und nachhaltigen Sanierungssystemen findest du auf unserer Homepage weiterführende Hinweise und praxisgerechte Produkte. Benötigst Du darüber hinaus weitere Informationen oder magst mehr über die Anwendung erfahren, dann kontaktiere uns gerne: ???? 0212 – 250 88 00, ✉️ info@smart-klima.de oder mittels unseres Kontaktformulars.
Dies war ein Beitrag zu Schimmel erkennen und richtig bewerten: Tipps für Malermeister
Erstellungsdatum: 27. Oktober 2025
Autor: Team Schimmelprotektor
Bild: AdobeStock_1283447138






