Logo für Schimmelprotektor, einem Geschäftsbereich der SMART-KLIMA GmbH

Ihre Schimmelexperten

Home 9 Schimmel & Bautechnik 9 Wer kümmert sich um den Schimmel – Maler oder Gutachter?

Wer kümmert sich um den Schimmel – Maler oder Gutachter?

von Mike Schwittling | Nov. 10, 2025 | Schimmel & Bautechnik, Schimmel & Gesundheit

 

Einleitung

 

Schimmel in Wohn- und Arbeitsräumen wirkt auf den ersten Blick oft harmlos, doch die Risiken werden leicht unterschätzt. Für Malermeister ist es daher wichtig zu wissen, wann eine einfache Behandlung ausreicht und wann zwingend ein Fachmann eingeschaltet werden muss. Denn: Nicht jeder Schimmelfleck ist ein oberflächliches Problem. In vielen Fällen stecken bauliche, mikrobiologische oder gesundheitlich relevante Ursachen dahinter.

Dieser Beitrag hilft Ihnen, Ihre eigenen Kompetenzen klar abzugrenzen, Kunden richtig zu beraten und bei Bedarf qualifizierte Experten wie Schimmelgutachter, Baubiologen oder Labore einzubeziehen.

 

Wann Malermeister Schimmel selbst behandeln können

 

Malerbetriebe dürfen und können Schimmel unter bestimmten Voraussetzungen selbst beseitigen. Das betrifft vor allem Fälle, in denen:

    • der Schimmel oberflächlich ist, z. B. punktuelle Stockflecken durch kurzfristig erhöhte Feuchtigkeit,
    • keine gesundheitlichen Beschwerden beim Bewohner bestehen,
    • keine baulichen Schäden wie Durchfeuchtung, Wärmebrücken oder Leckagen erkennbar sind,
    • die Ursache eindeutig ist, z. B. falsches Lüften oder ein kurzzeitiger Wasserschaden.

 

Typische Maßnahmen, die Malermeister verantwortungsvoll selbst übernehmen:

    • fachgerechte Reinigung und Desinfektion befallener Oberflächen
    • Abtöten des Schimmels mit geeigneten Mitteln (z. B. alkoholfrei, chlorfrei, materialverträglich)
    • Einsatz von schimmelhemmenden oder feuchtigkeitsregulierenden Anstrichen, wie mineralischen Systemen
    • Dokumentation der eigenen Maßnahmen

 

Wichtig: Auch wenn die Arbeiten korrekt ausgeführt werden, sollte der Malerbetrieb immer auf Ursachenaufklärung achten. Wenn die Ursache nicht sicher geklärt ist, besteht Wiederholungsgefahr.

 

Wann ein Schimmelgutachter eingeschaltet werden sollte

 

Ein Schimmelgutachter ist immer dann nötig, wenn der Befall oder die Ursache nicht eindeutig ist. Gutachter analysieren nicht nur die sichtbaren Schäden, sondern prüfen auch unsichtbare Schimmelquellen hinter Wandbekleidungen, Estrichen oder Dämmungen. Sie sind damit auch die erste Wahl in Situationen, in denen Ursachenforschung und Rechtsklarheit essenziell sind.

 

Ein Schimmelgutachten ist sinnvoll, wenn:

    1. der Schaden größer als 0,5 m² ist (Empfehlung der Umweltbundesbehörde),
    2. gesundheitliche Beschwerden auftreten (Husten, Reizungen, Allergien),
    3. Bauteile feucht sind oder Feuchtigkeit vermutet wird,
    4. rechtliche Auseinandersetzungen drohen (z. B. zwischen Mieter und Vermieter),
    5. die Ursache unklar ist und eine professionelle Analyse nötig ist.

 

Leistungen eines Schimmelgutachters:

    1. Analyse des sichtbaren und unsichtbaren Schimmelbefalls
    2. Materialproben, Luftkeimmessungen und MVOC-Messungen
    3. Bewertung der Befallsintensität
    4. Dokumentation für Kunden, Versicherungen oder Gerichte
    5. Erstellung eines Sanierungskonzepts
    6. Begleitung und Kontrolle der Sanierungsarbeiten
    7. Beratung zu Lüftung, Feuchtigkeit und Prävention

 

Ein Ordner mit der Aufschrift Schimmelgutachten und eine Lupe auf ein Haus gerichtet

Schimmelgutachter erstellen Analysen und werden nicht selten auch von Gerichten angefordert.

 

Baubiologen, Labore & Schimmelspürhunde – wann sie zum Einsatz kommen

 

Baubiologen

 

Baubiologen betrachten Gebäude ganzheitlich und erstellen bauphysikalische Messreihen, z. B. zu Feuchte, Temperatur, Materialfeuchte, Luftzirkulation oder Dämmung.

Diese Fachleute werden hinzugezogen, wenn die Ursache komplex ist oder mehrere Faktoren zusammenkommen, z. B.:

    • Wechselwirkungen zwischen Baustoffen und Raumklima
    • Schadstoffbelastungen im Innenraum
    • Elektrosmog oder Luftschadstoffe zusätzlich zum Schimmel
    • mikrobiologische Belastungen in der Gebäudehülle

 

Labore

 

Labore sind unverzichtbar bei professionellen Schimmelgutachten oder rechtlichen Streitfällen. Sie analysieren Materialproben, Staubproben und Luftproben und werden hauptsächlich eingesetzt, um:

    • die exakte Schimmelpilzart zu bestimmen
    • die Gefährdung für die Gesundheit einzuschätzen
    • die Frage zu klären, ob es sich um aktiven oder toten Schimmel handelt
    • mikrobiologische Grenzwerte zu prüfen

 

Eine Lupe wird auf eine Petrischale mit offensichtlichem Schimmel gerichtet.

Labore können genauere Aussagen zu Art, Herkunft und Besonderheiten von Schimmel treffen.

 

Schimmelspürhunde

 

Diese süßen Vierbeiner zeigen selbst kleinste mikrobielle Aktivitäten an. Sie ersetzen zwar keine fachmännische Messung, sind aber dennoch ein wertvoller Hinweisgeber. Schimmelspürhunde werden eingesetzt, wenn Schimmel:

    • unsichtbar hinter Konstruktionen vermutet wird,
    • versteckte Feuchtigkeitsschäden bestehen,
    • Geruch auf Schimmel hindeutet, aber keine sichtbare Quelle vorhanden ist.

 

Ein Schimmelspürhund richtet seine Nase auf eine Wand

Schimmelspürhunde – sie nehmen Schimmel war noch bevor wir Menschen ihn riechen, geschweige denn sehen.

 

Rechtliche Aspekte für Malermeister

 

Besonders wichtig: Sobald Schimmel gesundheitlich relevant sein könnte, bewegen sich Malerbetriebe rechtlich bereits auf dünnem Eis. Das heißt konkret:

    • Sie dürfen keine Diagnosen zum Befall oder zur Gesundheitsgefahr stellen
    • Bei Verdacht auf bauliche Mängel muss der Kunde an den Vermieter oder Eigentümer verwiesen werden
    • Bei unklaren Ursachen oder größeren Befällen muss ein Schimmelgutachter oder Sachverständiger eingeschaltet werden
    • Eine falsche Einschätzung kann zu Haftungsrisiken führen

 

Zusammenarbeit von Malerbetrieb und Fachleuten

 

Für Malerbetriebe lohnt es sich, strategische Partnerschaften aufzubauen. So können Sie Ihren Kunden verlässliche Komplettlösungen anbieten – und vermeiden gleichzeitig Haftungsrisiken.

Partner könnten sein:

    • Schimmelgutachtern
    • Baubiologen
    • erfahrene Sanierungsunternehmen
    • Labore
    • Raumklima-Experten

 

Fazit

 

Malerbetriebe spielen eine wichtige Rolle in der Schimmelbekämpfung. Sie können viele Fälle eigenständig lösen, stoßen jedoch bei unklaren oder tiefgreifenden Schäden an Grenzen. Ein professionelles Schimmelgutachten ist unverzichtbar, wenn Ursachen nicht sichtbar sind, Gesundheitsgefahren bestehen oder bauliche Mängel im Raum stehen. Wer frühzeitig die richtigen Experten einbindet, sorgt für nachhaltige Ergebnisse – und steigert das Vertrauen der Kunden.

 

Ein Handschlag zwischen zwei Fachleuten - Maler und Gutachter

Schimmel verbindet – Geprüfte Partnerschaften machen durchaus Sinn.

 

Hinweis

 

Für Informationen zu professioneller Schimmelprävention, Raumluftanalyse und nachhaltigen Sanierungssystemen finden sie auf unserer Homepage weiterführende Hinweise und praxisgerechte Produkte. Benötigen sie darüber hinaus weitere Informationen oder möchten sie mehr über die Anwendung erfahren, dann kontaktieren sie uns gerne:

???? 0212 – 250 88 00
✉️ info@smart-klima.de oder ein Klick auf unser Kontaktformular

 

[dgs_showmodule id=“107706″]

 

 

 

 

Dies war ein Beitrag zu Wer kümmert sich um den Schimmel – Maler oder Gutachter?
Erstellungsdatum: 10. November 2025
Autor: Team Schimmelprotektor
Bilder: SMART-KLIMA, AdobeStock_249233722 / 1562183858 / 1496104766 / 283819307

Registriere Dich jetzt, um keine Neuigkeiten
und Sonderangebote mehr zu verpassen!